Kinderzimmer aufräumen

Wenn es darum geht das Zimmer aufzuräumen, kommt es in vielen Haushalten zu Konflikten. Kinder wollen meistens lieber spielen, als das Spielzeug wieder an seinen ursprünglichen Platz zurück zu bringen. Woran liegt das und was kann man als Elternteil tun?

Warum Unordnung wichtig sein kann

Kinder sind von Natur aus kreativ und chaotisch, während Erwachsene alles geordnet und strukturiert haben möchten. Kinder entdecken spielerisch die Welt und folgen ihren Impulsen. Wenn der erste Impuls sagt, „spiel mit dem Playmobil“, rennen sie im nächsten Augenblick zu den Stühlen und bauen sich daraus Höhlen.

Was passiert? Es entsteht immer mehr Unordnung. Die eigentliche Frage dabei ist: Ist Ordnung überhaupt notwendig? Die Antwort lautet: Bis zu einem gewissen Grad ja.

Denn auch für Kinder kann Unordnung zur Belastung werden. Nämlich dann, wenn überall Verlockungen lauern und es gibt keinen Ort gibt, an dem sie ruhen können. Jedoch entscheidet das Kind selbst, wann seine Grenze erreicht ist und hier entsteht der Konflikt.

Letztlich räumt derjenige auf, den die Unordnung stört. Es ist sicherlich sinnvoll etwas Ordnung zu halten. Hin und wieder dürfen aber auch Erwachsene manchmal etwas entspannter mit dem Thema umgehen. Also gilt es hier einen Kompromiss zu finden.

Kinderzimmer aufräumen | Tipps

Trotzdem gibt es Möglichkeiten von vornherein tendenziell mehr Ordnung zu halten oder wenn bereits Chaos herrscht, dieses wieder zu beseitigen.

Tipp 1: Für Stauraum sorgen

Wenn es keinen Platz gibt, um Spielsachen unterzubringen, wird es natürlich schwer ein Kinderzimmer aufzuräumen. Deshalb sollten genügend Schränke mit Schubladen und Regale zur Verfügung stehen, um alles unterbringen zu können.

Außerdem sollte alles seinen bestimmten Platz haben. Das gilt auch besonders für die kleinen Dinge, die sonst eher nicht zugeordnet werden können.

Tipp 2: Regelmäßig aussortieren

Gerade Spielzeug, welches nicht mehr genutzt wird, kann entsorgt werden. Alternativ kann es auch in eine Kiste im Keller gelagert werden. Die Hauptsache ist, dass es keinen zusätzlichen Platz einnimmt. Allein dieser Tipp kann wahre Wunder bewirken.

Dabei ist es wichtig sich jede Sache einmal genau anzusehen, um dann entscheiden zu können, ob es entsorgt werden kann. Falls der Berg zu groß und überfordernd ist, kann in kleinen Schritten angefangen werden. Erst die Kommode, dann den Schrank neben dem Bett usw.

Tipp 3: Verlockungen verringern

SpielzeugautosIdeal sind geschlossene Schränke zum Verstauen der Spielzeuge. Ansonsten wird das Kind von vielen Seiten gelockt zu spielen und geht von einem zum nächsten.

Wenn die Spiele und Spielzeuge nicht ständig auf dem Präsentierteller stehen, widmen sich Kinder meist konzentriert einer Sache.

Noch ein Tipp: Sideboards mit Schubladen sind sehr vorteilhaft. In ihnen kann man persönliche Gegenstände sehr gut lagern und trotzdem auch wiederfinden. Kisten haben beispielsweise den Nachteil, dass viel gekramt werden muss, bevor das Gesuchte gefunden werden kann.

Tipp 4: Genaue Anweisungen

Die meisten Eltern sagen so etwas wie: „Räume dein Zimmer auf.“. Dem Kind ist in vielen Fällen gar nicht klar, was es zu tun hat. Wie soll es den „aufräumen“?

Viel besser funktionieren da genaue und spezifische Anweisungen. „Leg den Teddy in die Kiste und die Bücher ins Regal.“. So hat das Kind Schritte, die klein genug sind, dass sie wirklich erreicht werden können. Ein großes unordentliches Zimmer aufzuräumen kann nämlich überwältigend sein.

Tipp 5: Gemeinsam aufräumen

Die Eltern können ihrem Kind dabei helfen das Kinderzimmer aufzuräumen. Das hilft, um Routinen zu entwickeln. Nach und nach kann sich das Elternteil ausklinken und das Kind immer mehr machen lassen.

Eine sich wiederholende Vorgehensweise kann dem Kind helfen eine Gewohnheit zu entwickeln. So hat es gleichzeitig Erfolgserlebnisse.

Tipp 6: Aufräumen als Spiel gestalten

Spielzeug BahnsystemWenn das Aufräumen auch zum Spielen gehört, ist das die halbe Miete. Musik anmachen, singen, tanzen und Spaß dabei haben.

Das Spiel kann der Persönlichkeit des Kindes angepasst werden. Ist es beispielsweise ein eher ehrgeiziges Kind, kann das Spiel lauten: Wer schneller ist gewinnt. Schafft es das Kind die Puppen schneller aufzuräumen als das Elternteil die Bauklötze?

Tipp 7: Loben

Das Kinderzimmer aufgeräumt zu haben ist für ein kleines Kind eine große Leistung. Das hat durchaus Anerkennung verdient, die man als Eltern seinen Kindern auch zeigen darf.

Damit verbunden wird das Selbstvertrauen und Selbstwertgefühl gestärkt.

Aufräumen ist ein Prozess

Aufräumen ist ein fortlaufender Prozess. Mit der Zeit kommen immer wieder neue Ideen, wie man Dinge unterbringen kann.

Beispielsweise kann man „Spielecken“ einrichten. Zum Beispiel wäre das ein Bereich, in dem nur Brettspiele gespielt werden oder eine Spielecke, in der nur gepuzzelt wird.

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